Freitag, 14. April 2017

Heldenflucht | Rezension





Titel: Heldenflucht
Autor: Jan Kilmann

Verlag: Heyne - Verlag (2017)
Buch: Taschenbuch -  9,99

 512 Seiten
empfohlen ab 15 Jahren





1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt.
Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …


Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit.
Ich durfte Heldenflucht als Rezensionsexemplar vom Heyne-Verlag lesen und bin dafür unglaublich dankbar! Ich glaube nicht, dass ich über dieses tolle Buch in der Bücherei gestoßen wäre, weswegen ich sehr dankbar bin, dass ich es auf diesem Weg gefunden habe.

Das Buch ist ein historischer Roman und ich muss sagen, seit ich mich entschieden habe mich näher mit Geshichte zu beschäftigen, hat mich dieses Genre sehr gereizt.
Der Autor Jan Kilman hat einen unglaublich detaillierten und doch sehr einfachen Schreibstil, der einem die Geschehnisse sehr nahe bringt. Es gibt eine deutliche Spannungskurve und jede neue Seite war ein neues Abenteuer.

Die Charaktere entsprachen der Zeit, wie auch der Kulisse, was für eine gute Nachforschung spricht. Ich war plötzlich in dem kleinen Dorf, in der die Geschichte spielt. Die unterschiedlichen Perspektiven haben die Spannung zusätzlich angekurbelt und mir die Geschehnisse noch näher gebracht.
Zudem waren die Protagonisten alle in auf ihre eigene Weise Menschen, denen ich damals manchmal mehr und manchmal weniger mehr gerne begegnet wäre.

Schlussendlich muss ich wirklich sagen, dass mich dieses Buch überrascht hat. Der Klappentext hat den Inhalt wiedergegeben, doch diese Nähe zu den Charakteren hätte ich nicht erwartet. Es war einfach schön ein Stückchen Vergangenheit mitzunehmen und darin ein wenig zu träumen.
Was mich dann schlussendlich am meisten berührt und zerstört hat, war das Ende.



 Ein unheimliches nahes und so menschliches Buch,
dass meine Interesse zu der Geschichte neu geweckt hat.

1 Kommentar:

Nisnis Bücherliebe hat gesagt…

Liebe Fee,

gern verlinke ich deine Rezension unter der meinen.

Liebe Grüße

Anja von Nisnis Bücherliebe

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